WB Tourismus / Ötztal

Projektbeschreibung


Die Entwurfsidee
Der Baukörper positioniert sich durch respektvollen Abstand zu den Bestandsgebäuden wie selbstverständlich auf dem Grundstück.
Entsprechende Belichtung, Blickbeziehungen zu der umgebenden Berglandschaft und ein großzügiger Freiraum zwischen den Gebäuden sind somit für den Neubau, als auch für das dahinter gelegene Hotel weiterhin bewahrt.
In der Höhe und Kubatur orientiert sich das Gebäude gezielt an seiner direkten Umgebung, senkt und erhebt sich in logischer Ausrichtung und erzeugt ein dem Bauplatz und der Situierung folgend ideales Erscheinungsbild.
Dynamisch lehnt sich die Form des neuen Gebäudes nach vorne, fasst somit formal den Vorplatz ein und schafft eine klare Prominenz an entsprechender Stelle. Gleichbedeutend der Werte vom Ötztal Tourismus vertritt auch der Entwurf einzigartige Attraktivität.
Der Vorplatz samt des Bodenmaterials geht nahtlos in das komplett verglaste Erdgeschoss über, die Fassade öffnet sich maulartig nach Westen weithin, eine Grünraumzone mit dahinterliegenden Spiegelflächen verstärkt den ohnehin schon großzügigen und somit endlos wirkenden Raumeindruck.
Infolgedessen entsteht ein überaus einladender Platzcharakter, der Innen- und Außenraumgrenzen verschwimmen und sich durch seine formale Freiheit beliebig bespielen lässt.
Die äußere Erschließung erfolgt durch großzügige Öffnungen der Fassade im Erdgeschoss, als auch durch die Tiefgarage des angrenzenden Hotels. Das Gebäudeinnere durchzieht ein zentraler Erschließungskern mit Aufzug und offenem Stiegenhaus.
Ein freier Grundriss in jedem der oberen Geschosse ermöglicht eine äußerst flexible Raumeinteilung.
Arbeitsgruppen und Themengebiete werden dennoch durch raumhohe Möbel- und Glastrennwände klar zueinander abgegrenzt, können aber durch die statische Freiheit immer wieder entsprechend ihres Inhaltes neu arrangiert werden. Somit ist eine wechselnde Zuordnung und Flexibiltät der jeweiligen Funktionsbereiche auch über den Nutzungszeitraum sichergestellt.
Das obere Geschoss wartet mit einer Besonderheit auf; das Schrägdach schafft beeindruckende Raumvolumen und eine übergroße Glasrahmenkonstruktion lässt Natur, Gebäude und den Nutzer in ein außergewöhnliches Wechselspiel treten.

 

Die Konstrutktion
Durch die Errichtung des Gebäudes in Holzmassivbauweise wird eine rasche Bauzeit, als auch ein klares Bekenntnis zur Natur gewährleistet. Das entsprechende Material kann lokal produziert werden und erlaubt ebenso kurze Lieferwege. Die Ausführung garantiert eine einfache Umsetzung des Niedrigstenergiestandards und somit ein energieoptimiertes Gebäude.
Die Pfosten-Riegel-Fassade im Erdgeschoss sowie der Erschließungskern sind statisch tragend und ermöglichen so den schwebenden Eindruck des neuen Bürogebäudes.
Das Untergeschoss wird in wasserundurchlässigem Stahlbeton errichtet. Die Tiefgarage ist entsprechend ihrer größtmöglichen Auslastung konzipiert, eine weitere Untergeschossebene schafft problemlos eine noch höhere Anzahl an Stellplätzen.

 

Die Materialität
Regionale Materialien nehmen einen klaren Bezug auf die umgebende Naturlandschaft. Durch den gekonnten Einsatz und der Materialfügung erhält das Gebäude einen modernen und ehrlichen Charakter mit hohem Bezug auf tradtionelles Handwerk.
Das großzügige Erdgeschoss spiegelt mit seinen hochtechnologischen Infopoints, als auch durch die zurückhaltend lineare Ausgestaltung die zukunftsweisende Strategie des Ötztal Tourismus wider.
Vorgegraute Lärchenschindeln lassen in Kombination mit raumhohen Holzfenstern und der offenen Glasfassade im Erdgeschoss ein überaus prominentes, den umliegenden Gebäuden entwachsenes, Gesamtbild entstehen.

 

Technische Daten


 

 

  • Auftraggeber: Ötztal Tourismus
  • Standort: Sölden, Tirol
  • Wettbewerb: Februar 2019
  • Mitarbeiter: Felix Fehr
  • Renderings: Harald Brutscher, obermoser arch-omo zt gmbh I architektur
Category
Wettbewerbe

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